Michelle Lou 1979 –
Neues Werk 2026
für Schlagzeugquartett und Elektronik (30 min)
Paul-Lincke-Ufer 29, 10999 Berlin-Kreuzberg
Michelle Lou, Stefan Beyer
Ein Abend, zwei neue Werke: Das spanische Schlagzeugquartett Vertixe Sonora spielt Michelle Lou und Stefan Beyer, zwischen hypnotischen Drones und Glasröhrenglocken, die so noch niemand gehört hat.
für Schlagzeugquartett und Elektronik (30 min)
für Schlagzeugquartett (30 min)
Seit 2011 ist das Ensemble Vertixe Sonora aus Santiago de Compostela ein europäischer Referenzpunkt für zeitgenössische Musik. Es hat über 350 Werke von Komponist:innen aus 52 Ländern uraufgeführt. Mit Michelle Lou und Stefan Beyer arbeitet es nicht zum ersten Mal: Schon 2014 hat es neue Werke der beiden in Santiago uraufgeführt. Jetzt kommt sein Percussion Quartet mit zwei neuen Stücken nach Berlin, die eigens für die vier Musiker:innen geschrieben wurden. Jedes dauert etwa eine halbe Stunde.
Michelle Lou (San Diego) macht Trommeln zu Lautsprechern: Kleine Transducer bringen die Felle von innen zum Klingen. Dazu kommen Triangeln, gusseiserne Pfannen, hochfrequente Stimmgabeln und Kassettenrekorder, mit denen das Ensemble seine eigenen Klänge live aufnimmt und wieder einspielt. So entstehen hypnotische, beinahe industrielle Drones, in denen sich mehrere Zeitebenen überlagern.
Stefan Beyer (Berlin) hat für sein Stück eigene Instrumente bauen lassen. Die Glocken aus exakt zugeschnittenen Quarzglasröhren und die Zimbeln aus Phosphorbronze sind in Berlin auf ein Zehntel Millimeter genau gefertigt worden, damit sie die vorher berechneten Tonhöhen treffen. Die Glasröhren werden nicht mit Schlägeln gespielt, sondern mit Gummi und nassen Fingern gerieben. Daraus entsteht eine Klangwelt, die es bisher nicht gab.