Michelle Lou 1979 –
Neues Werk 2026
für Schlagzeugquartett und Elektronik (30 min)
Bürgermeister-Spitta-Allee 45, 28329 Bremen
Michelle Lou, Stefan Beyer
Ein Abend, zwei neue Werke: Das spanische Schlagzeugquartett Vertixe Sonora spielt Michelle Lou und Stefan Beyer, zwischen hypnotischen Drones und Glasröhrenglocken, die so noch niemand gehört hat.
für Schlagzeugquartett und Elektronik (30 min)
für Schlagzeugquartett (30 min)
Seit 2011 ist das Ensemble Vertixe Sonora aus Santiago de Compostela ein europäischer Referenzpunkt für zeitgenössische Musik. Es hat über 350 Werke von Komponist:innen aus 52 Ländern uraufgeführt. Sein Percussion Quartet kommt nun mit zwei neuen Stücken nach Bremen, die eigens für die vier Musiker:innen geschrieben wurden. Jedes dauert etwa eine halbe Stunde, gespielt wird ohne Pause.
Michelle Lou (San Diego) macht Trommeln zu Lautsprechern: Kleine Transducer bringen die Felle von innen zum Klingen. Dazu kommen Triangeln, gusseiserne Pfannen, hochfrequente Stimmgabeln und Kassettenrekorder, mit denen das Ensemble seine eigenen Klänge live aufnimmt und wieder einspielt. So entstehen hypnotische, beinahe industrielle Drones, in denen sich mehrere Zeitebenen überlagern.
Stefan Beyer (Berlin) hat für sein Stück eigene Instrumente bauen lassen. Die Glocken aus exakt zugeschnittenen Quarzglasröhren und die Zimbeln aus Phosphorbronze sind auf ein Zehntel Millimeter genau gefertigt, damit sie die vorher berechneten Tonhöhen treffen. Die Glasröhren werden nicht mit Schlägeln gespielt, sondern mit Gummi und nassen Fingern gerieben. Daraus entsteht eine Klangwelt, die es bisher nicht gab.
Im Bremer Sendesaal sind schon John Cage und Keith Jarrett aufgetreten. Mit seiner berühmten Akustik ist er der ideale Ort für diese feinen und ungewöhnlichen Klänge.
Bremer Sendesaal, Bürgermeister-Spitta-Allee 45, 28329 Bremen
Tickets: 18 / 22 / 26 € (ermäßigt ab 10 €)
Veranstalter: forma Leipzig e.V., in Kooperation mit Mittel und Zwecke, Berlin