Forma Leipzig, der Kunstverein, der sich aus Studierenden und jungen Absolventen der Fächer bildende Kunst, Literatur, Tanz und Neuer Musik zusammensetzt, feiert sein nun schon einjähriges Bestehen. Nach einem reichen Jahr 2010 freut es uns besonders, auch im neuen Jahr unsere Arbeit mit weiteren originellen Vorhaben fortzusetzen.
Ein Rückblick auf die beiden Erstlingsveranstaltungen: Am 26. Juni und 09. Oktober kombinierten wir Lesung mit neuester Musik. Beide Abende wurden so gut besucht, dass einige Gäste mangels freier Sitzplätze mit den Heizkörpern vorlieb nehmen mussten – was uns der Gäste wegen natürlich leid tat, den Verein als solchen in seiner Arbeit jedoch wunderbar bestärkte. Wir sind sehr dankbar für Ihre Neugierde und Offenheit. (Und geloben, zukünftig mit den Stühlen nicht zu knausern.)
Im Juni las in der Galerie „VorOrtOst“ die junge Leipziger Lyrikerin Julia Dathe aus ihrer letzten Anthologie, im Oktober war dann Kerstin Preiwuß im Deutschen Literaturinstitut mit Lesungen aus ihrer jüngsten Produktion zu Gast. Beide Veranstaltungen komplettierte das Ensemble forma Leipzig mit Kammermusik – in den meisten Fällen Uraufführungen.
An diesem bereichernden Format halten wir fest. Ebenfalls werden wir am Grundprinzip, keine Eintrittsgelder zu nehmen, festhalten. Nur so glauben wir, das enthusiastische junge Leipziger Kunstschaffen über geschlossene Zirkel hinaus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.
Im Jahr 2011 werden wir – unseren Grundsätzen treu – neben schon bewährten Formaten verschiedene interdisziplinäre Innovationen aufnehmen. Ostern wird einem Projekt geistlicher Musik gewidmet sein, das Haydns „Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ mit Uraufführungen kombiniert, die sich der Frage nach den Möglichkeiten avancierter zeitgenössischer geistlicher Musik kreativ stellen. Daraufhin werden Anfang Mai die synergetischen Wechselbestimmungen von Musik und Tanz thematisiert. Unter dem Aspekt von Trauermusik werden Tänzer und Choreographen mit Komponisten konfrontiert – seien Sie gespannt auf dieses originär interdisziplinare Experiment!
Im Herbst schließlich bereitet der Verein seinem „Ensemble forma Leipzig“ eine eigene Plattform. Musikalische Klassiker der Moderne sollen im Kontext neuer, unkonventioneller Avantgarde gelesen werden. So wird ein Schwerpunkt der kommenden Projekte neben Anton Webern auf der originellen, bisher kaum bekannten Konzeption von Raummusik des amerikanischen Komponisten Steven Kazuo Takasugi liegen.
Schließlich werden wir neben verschiedenen anderen Gästen den Pianisten und Komponisten Ermis Theodorakis begrüßen. Hierzu in Kürze mehr!
Erweitern werden wir in jedem Falle die Begegnungsmöglichkeiten mit interessiertem Publikum. Neben Einführungsveranstaltungen werden regelmäßige Podiumsdiskussionen eine jede Veranstaltung ergänzen.
Wir freuen uns darauf, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung wiederzusehen!